HSG1: Verlorene Big Points: Erste unterliegt im direkten Duell
Von Dominik Gommans
Die HSG Rü/Bau/Kö hat im Abstiegskampf eine schmerzhafte Niederlage kassiert. Gegen die MSG Lorsch/Einhausen unterlag das Team mit 27:35 (9:17) und verlor nicht nur zwei wichtige Punkte, sondern auch den direkten Vergleich. Damit spitzt sich die Lage im Tabellenkeller weiter zu.
Schwache erste Hälfte entscheidet das Spiel
Mit großer Motivation reiste die HSG nach Lorsch, um sich von den Abstiegsrängen abzusetzen. Doch die Hoffnungen wurden schnell gedämpft. Die Gastgeber fanden besser ins Spiel und nutzten ihre Chancen konsequent, während die HSG mit unvorbereiteten Abschlüssen und einem starken gegnerischen Torwart zu kämpfen hatte. Trainer Tim Fähnrich analysierte: „Der Torhüter der Heimmannschaft hatte einen Sahnetag erwischt und hatte am Ende der ersten Halbzeit eine Quote von über 60 % gehaltenen Bällen. Wir haben uns redlich bemüht, aber unsere Würfe waren zu unvorbereitet, sodass er immer wieder leichte Paraden hatte.“ Die Folge: Ein deutlicher 9:17-Rückstand zur Pause.
Zweite Halbzeit bringt keine Wende
Nach dem Seitenwechsel zeigte die HSG zumindest eine Leistungssteigerung und konnte die zweite Hälfte mit 18:18 ausgeglichen gestalten. Doch an der Niederlage änderte das nichts mehr, da Lorsch seinen Vorsprung souverän verwaltete. Fähnrich resümierte: „Die zweite Halbzeit war eine Leistungssteigerung, aber der Sieg der Lorscher war ungefährdet. Jetzt sind es noch fünf Spiele bis Saisonende, und wir sind weiterhin motiviert, im Training und in den kommenden Spielen alles zu geben und aus den Fehlern zu lernen.“
Gommans: „Ein enttäuschender Auftritt“
Auch HSG-Sprecher und Torhüter Dominik Gommans fand deutliche Worte: „Ein enttäuschender Auftritt von uns. Man hat heute leider auch gesehen, dass die Lorscher von Anfang an für die wichtigen zwei Punkte gebrannt haben. Wir haben unsere Leistung heute so gar nicht aufs Parkett bringen können.“ Die prekäre Tabellensituation ist ihm bewusst: „Natürlich haben wir einige Ausfälle und angeschlagene Spieler in den letzten Wochen, das ist jedoch keine Ausrede, die wir gelten lassen dürfen. Wir müssen jetzt in den nächsten Wochen unsere Hausaufgaben machen, sonst wird es für uns sehr schwer.“
Abstiegskampf spitzt sich zu
Die Niederlage hat gravierende Folgen. Nicht nur hat die HSG den direkten Vergleich gegen Lorsch verloren, sondern auch der Vorsprung auf den HC VfL Heppenheim schrumpft bedrohlich. Zusätzlich erhält die HSG einen doppelten Punktabzug aufgrund des nicht erfüllten Schiedsrichtersolls, sodass der Vorsprung auf Heppenheim effektiv nur noch drei Punkte beträgt.
Nächstes Heimspiel gegen Erbach
Am kommenden Sonntag (18 Uhr) empfängt die HSG den SV Erbach in Bauschheim. Im Hinspiel konnte man das Spiel lange offen halten, nun hofft man mit der Heimkulisse im Rücken auf eine Überraschung. Allerdings reist Erbach mit breiter Brust an, nachdem sie zuletzt den TV Büttelborn mit 48:33 aus der Büttelborner Halle geschossen haben.
Spielfilm: 4:2, 7:3, 9:5, 14:7, 17:9 – 20:12, 24:13, 28:19, 31:24, 35:27
HSG: Dominik Gommans; Robin Gross (7), Mirco Reinheimer (7/2), Torben Fähnrich (4), Florian Hock (3), Matthias Hirsch (2), Joel Neubauer, Steffen Weyrich, Max Kaczmarek, Mats Vogt (je 1), Jens Hartmann