HSG1: Erste verliert dramatisch in Lampertheim – Niederlage in letzter Sekunde
Von Dominik Gommans
Die HSG Rü/Bau/Kö musste im Abstiegskampf eine bittere Niederlage hinnehmen. Nach einer über weite Strecken starken Leistung verlor die Mannschaft beim TV Lampertheim durch einen Gegentreffer in der letzten Sekunde mit 27:28. Besonders ärgerlich: Noch in der 46. Minute hatte die HSG mit fünf Toren geführt.
Ausgeglichene erste Halbzeit mit guten Offensivaktionen
Von Beginn an entwickelte sich ein enges Spiel. Die HSG agierte geduldig im Angriff und fand immer wieder Lücken in der offensiven Abwehr der Gastgeber. Besonders über die Außenbahnen gelang es, gute Chancen herauszuspielen. Lampertheim hielt mit schnellem Tempospiel dagegen und blieb stets dran. Kurz vor der Pause verschenkte die HSG jedoch eine Drei-Tore-Führung und musste sich mit einem 14:14 zur Halbzeit begnügen.
Trainer Tim Fähnrich sah dennoch eine gute Leistung in der ersten Hälfte: „Alle vorgenommenen Spieltaktiken haben in der Anfangsphase funktioniert. Wir haben hinten im Positionsangriff nur die nötigsten Tore kassiert und vorne schöne Treffer herausgespielt. Leider ließ unser Rückzugsverhalten zu wünschen übrig, weshalb Lampertheim immer wieder zu einfachen Toren kam.“
HSG verspielt Fünf-Tore-Führung in der Schlussphase
Nach der Halbzeit setzte die HSG die besprochene Taktikanpassung konsequent um. In der Abwehr wurden einige Bälle gewonnen, und im Angriff sorgten schnelle Abschlüsse über die Außenpositionen für eine verdiente 22:17-Führung in der 46. Minute. Doch dann begann das Spiel zu kippen.
Durch eine hohe Fehlerquote, vergebene Großchancen und nachlassende Defensivarbeit ließ die HSG den Gegner zurück ins Spiel kommen. Da aufgrund des schmalen Kaders kaum Wechselmöglichkeiten bestanden, mussten alle Spieler trotz schwindender Kräfte durchhalten. Drei Minuten vor Schluss gelang Lampertheim der Ausgleich. Die HSG erzielte 15 Sekunden vor dem Ende noch das 27:27, doch mit dem Schlusspfiff versenkte Lampertheim einen Freiwurf zum bitteren 27:28-Endstand.
Fähnrich ärgerte sich über die verlorenen Punkte: „Wir haben uns mit unserem hohen Spieltempo müde gespielt und dann die einfachen Fehler gemacht. Uns fehlte am Ende die nötige Frische, um den Vorsprung zu verteidigen. Das ist extrem bitter, weil wir das Spiel eigentlich im Griff hatten.“
Auch Abwehrspieler Sven Sprengard konnte die Niederlage kaum fassen: „Wir haben das Spiel über fast die gesamte Zeit dominiert, aber einfach zu viele hochkarätige Chancen vergeben. Am Ende waren wir nicht clever genug, um das Spiel nach Hause zu bringen.“
Derby gegen Trebur steht bevor
Nach der schmerzhaften Niederlage geht der Blick nun auf das kommende Wochenende. Am Samstag wartet das Derby gegen den TV Trebur. Die Gäste stehen aktuell auf dem dritten Tabellenplatz und gelten als klarer Favorit. Im Hinspiel musste sich die HSG mit 21:28 geschlagen geben. Doch in einem Derby ist alles möglich – und jeder Punkt zählt für die HSG im Kampf um den Klassenerhalt.
Spielfilm: 4:4, 7:6, 9:9, 10:13, 14:14 – 16:17, 17:22, 20:23, 24:24, 28:27
HSG: Dominik Gommans, Marco Horn; Robin Gross (7), Matthias Hirsch (5/2), Florian Hock (5), Torben Fähnrich (4), Steffen Weyrich, Jens Hartmann (je 3), Sven Sprengard, Max Kaczmarek, Luis Müller